Wie oft Haare waschen? Welche Haarpflege ist gesund & was wird empfohlen?

Wie oft Haare waschen?

Wer bei der Haarpflege auf Mittel mit möglichst hohem Anteil an Naturstoffen zurückgreift, schont die Haare nachträglich. Zu häufiges Haare Waschen kann das Haar zusätzlich austrocknen, sodass weitere Pflegemittel verwendet werden müssen. Außerdem kann es zur Schuppenbildung kommen, wenn die Kopfhaut zu sehr austrocknet.

Im folgenden Beitrag haben wir viele Praxistipps zur richtigen Haarpflege zusammengetragen. Je nach Haarlänge und -typ kann dabei eine unterschiedliche Naturkosmetik zur Anwendung kommen. Locken brauchen beispielsweise eine andere Fürsorge als dünnes Haar oder eine zu Schuppen neigende Kopfhaut.

Die beste Naturpflege für mehr Glanz bei feinem Haar

Wer unter sehr dünnem Haar leidet, benötigt für das perfekte Haarstyling häufig viel mehr Haarkosmetik als bei dichtem und dickem Haarwuchs. Das kann feines Haar aber zusätzlich angreifen und nachhaltig schädigen. Die Haare sehen dann stumpf aus und glänzen nicht. Das kann allerdings auch passieren, wenn man zu häufig wäscht.

Auch beim Haartrocknen sollten Menschen mit dünnen Haaren oder spärlichem Haarwuchs aufpassen, dass der Föhn nicht zu heiß eingestellt wird. Feines Haar bricht leichter und ist oftmals nicht so widerstandsfähig wie dicke Haare. Auf keinen Fall sollte bei feinem Haarwuchs im feuchten Zustand gekämmt werden, da dies unnötig viele Haare mitsamt der Wurzel ausreißen kann. Eine Bürste mit Borsten aus Naturmaterialien kann dafür ohne weitere Pflegemittel für einen natürlichen Glanz bei feinem Haar sorgen.

Frisur mit mehr Volumen: So geht’s auf natürliche Art und Weise

Eine Haarspülung mit Bier verleiht jedem Haartyp mehr Fülle und Volumen, ohne das Haar dabei zu beschweren. Wem die Konsistenz von Bier zu flüssig ist, kann mit etwas Glycerin für mehr Zähflüssigkeit sorgen. Ein bis zwei Teelöffel Glycerinpulver reichen auf ein Glas Bier aus, damit sich eine dickflüssige Masse ergibt, die sich nach der Haarwäsche im feuchten Haar verteilen lässt.

Ein Schluck Bier in den Handflächen verteilt wirkt außerdem wie ein natürlicher Haarfestiger. Synthetischer Haarschaum lässt sich also ganz einfach durch eine natürliche Alternative ersetzen. Wer möchte, kann das Bier auch mit einer Pumpflasche ins feuchte Haar einbringen. Der typische Biergeruch verflüchtigt sich übrigens nach dem Trocknen ganz von selbst. Man braucht also keine Angst zu haben, durch die naturbelassene Haarpflege wie ein Biertrinker zu riechen.

Bei fettigem Haar die Abstände zwischen den Haarwäschen verlängern

Werden die Haare nach dem Waschen schnell fettig, hat das keinesfalls mit mangelnder Hygiene zu tun. Vielmehr, sondern die Drüsen in der Kopfhaut bei einigen Menschen mehr Talg ab als bei anderen. Diese körpereigenen Öle und Fette verteilen sich dann entlang der Haare, was diese beschwert. Infolgedessen liegen die Haare dichter am Kopf an und haben einen feuchten Look – sie sehen ungewaschen aus.

Vor allem beim täglichen Haarewaschen stellt sich dieser Effekt binnen 24 Stunden wieder ein. Es hilft, die Abstände zwischen den einzelnen Haarwäschen auszudehnen, um fettigen Haaren vorzubeugen. Es ist absolut ausreichend, die Haare zweimal in der Woche zu waschen. Werden die Haare dann immer noch schnell fettig und ölig, kann man auch versuchen, nur drei Mal in zwei Wochen zu waschen, also im Abstand von etwa fünf Tagen.

Eine Reihe an Hausmitteln lassen sich effektiv anwenden, wenn die Haare schnell fettig werden. Kamillentee hilft nicht nur gegen eine vermehrte Talgproduktion der Kopfhaut, sondern kann auch vor Schuppenbildung schützen. Apfelessig ist zwar gut gegen ölige Haare, kann aber die Kopfhaut so sehr austrocknen, dass sich unschöne Schuppen bilden. Mit dem Saft aus ungespritzten Zitronen sollte ebenfalls sparsam umgegangen werden. Günstig ist eine zeitlich begrenzte Zitronenkur bei fettigem Haar, welche aber nicht länger als höchsten zwei Wochen fortgesetzt wird.

Tipps gegen brüchiges Haar

Meistens ist eine falsche Haarpflege mit zu vielen Chemikalien dafür verantwortlich, wenn die Haare leicht brechen. Aber auch das Haareschneiden mit einer falschen Schere kann für Haarbruch sorgen. Wer die Haare selbst schneiden möchte, sollte sich also unbedingt eine Haarschere aus dem Friseurbedarf anschaffen.

Haarbruch kann sehr gut mit einer Eikur behandelt werden. Vor allem das Eigelb ist stark eiweißhaltig und enthält viel mehr Proteine als das Eiklar. Diese sind für gesunde Haare eine Grundlage. Die Eikur wird im gewaschenen Haar angewandt und unbedingt möglichst kühl wieder ausgespült. Ist das Wasser beim Haarespülen zu warm, verklumpt das Ei im Haar und muss dann erst wieder mit Shampoo ausgewaschen werden. Das belastet zu Haarbruch neigende Haare unnötig und hebt auch den pflegenden Effekt einer Eikur wieder auf.

Glanzloses, beanspruchtes und gefärbtes Haar: Natur-Haarkur für mehr Elastizität

Wer bei Problemen mit den Haaren ein natives Öl verwenden möchte, muss dieses nicht pur in die Haare geben. Zwar kann eine Ölkur für die Haare auch über Nacht einwirken, allerdings erhalten die Haare dann einen fettigen Look und lassen sich nur schwer stylen. Viel besser ist es, zum Haarewaschen ausschließlich Naturpflegemittel zu verwenden. In die Menge für eine Haarwäsche werden einfach wenige Tropfen Olivenöl, Distelöl oder ein anderes hochwertiges kaltgepresstes Speiseöl gegeben.

Dieses Vorgehen hat den Vorteil, dass die Haare nach der Ölkur nicht unnötig beschwert werden. Gefärbtes Haar kann die künstlichen Pigmente dann nicht so leicht abgeben, aufgehellte Haare werden mit einem schützenden Ölfilm ummantelt. Das tut den Haaren gut und spendet auf natürliche Weise mehr Feuchtigkeit. Beim Trocknen sind die Haare nicht so anfällig für Hitze und auch intensiver Sonnenschein kann den Haaren nach einer Behandlung mit Öl weniger anhaben.

Ebenso wichtig wie richtiges Haarewaschen ist das Trocknen

Am schonendsten ist es für die Haare, diese einfach an der Luft trocknen zu lassen. Das ist aber nur im Sommer möglich, ohne sich dabei zu erkälten. Beim Trocknen mit dem Handtuch schont es das Haar, wenn eher langsam knetend durch die Längen gegangen wird, als zu probieren, die Haare durch schnelles Rubbeln trocken zu bekommen. Wer nach der Haarwäsche viel Zeit zur Verfügung hat, legt sich ein Handtuch um das nasse Haar und lässt es darin für einige Zeit trocknen.

Das sorgt bei langem Haar übrigens auch für mehr Volumen, ohne dass Strom oder künstliche Hilfsmittel benötigt werden. Wer dennoch nach dem Waschen auf ein schnelles Haaretrocknen mit einem Föhn aus Zeitgründen nicht verzichten kann, stellt diesen am besten auf die kälteste Stufe.

Photo by Icons8 Team on Unsplash