Was sind Parabene?

Was sind Parabene?

Parabene werden als Konservierungsstoffe in Kosmetika eingesetzt.

Gerade die langkettigen Parabene sind der Struktur des weiblichen Sexualhormons Östrogen sehr ähnlich. Da sie über die Haut aufgenommen werden, wird befürchtet, dass durch den Einsatz von Parabenen der Hormonhaushalt des Menschen beeinflusst wird. Dass diese Befürchtungen real sind haben verschiedene Tierversuche gezeigt. Langzeitstudien am Menschen, die die hormonellen Auswirkungen auf den Menschen beweisen, gibt es bisher nicht. Eine Studie aus den USA zeigt jedoch, dass sich Parabene fast in jedem menschlichen Körper ansammeln. Was sie dort bewirken ist jedoch noch ungeklärt.

​Es gibt verschiedene Parabene, die teilweise erforscht und teilweise unerforscht sind. Für Butyl-, Propylparabene hat das Bundesinstitut für Risikobewertung Höchstkonzentrationen festgelegt, die in Kosmetika nicht überschritten werden dürfen. In Dänemark sind seit 2011 Butyl- und Propylparaben in Kosmetikprodukten für Kinder bis 3 Jahre nicht zulässig. Ab April 2015 sind diese Parabene für Kinderprodukte für den Windelbereich,  wie z.B. in Wundschutzcreme europaweit untersagt.

Desweiteren gibt es für Methyl- und Ethylparaben Höchstwerte. Bei anderen Parabenen (Isopropyl-, Isobutyl- und Phenylparabenen ) ist laut Bundesinstitut für Risikobewertung die Datenlage noch nicht klar. Insbesondere Benzylparaben darf jedoch in Kosmetika grundsätzlich nicht als Konservierungsmittel eingesetzt werden.

​Wer auf Parabene verzichten möchte, sollte einen Blick auf die Inhaltsstoffe seiner Kosmetika werfen und überprüfen ob einer dieser Stoffe auf der Verpackung steht:

  • Butylparaben
  • Propylparaben
  • Isopropylparaben
  • Isobutylparaben
  • Phenylparabene

Zertifizierte Naturkosmetikprodukte dürfen keine Parabene enthalten.